Aber natürlich bin ich ja keine richtige Spitzmaus *gg* & da diese Tiere recht giftig sein sollen,
ist das wohl auch besser so... Jedenfalls kommen immer wieder Leute auf die Homepage die nach
einem Steckbrief des Tieres "Spitzmaus" suchen und ihrerseits mich dann "angiften", weil es hier
keinen solchen gab. Deshalb will ich ihn nun hier bereitstellen, damit keiner umsonst suchen muss:


DIE SPITZMAUS - Das Tier :-)



Feldspitzmaus

Waldspitzmaus

Grössenangaben & lateinische Namen:
Feldspitzmaus (Crocidura leucodon): Länge 7-8 cm, Schwanz 3,5-4 cm
Waldspitzmaus (Sorex araneus): Länge 7,5-8 cm, Schwanz 4,5-5 cm
Zwergspitzmaus (Sorex minutus): Länge 5-5,5 cm, Schwanz 3,5 cm
Hausspitzmaus (Crocidura russula): Länge 7-8 cm, Schwanz 4,5-5 cm
Wasserspitzmaus (Neomys fodiens): Länge 8,5-9,5 cm, Schwanz 6-7 cm

Der Fachmann unterscheidet z.B. die:
  • rotzähnigen Waldspitzmäuse (Sorex)
  • Wasserspitzmäuse (Neomys)
  • weisszähnigen Wimperspitzmäuse (Crocidura)

Diese drei Gattungen sind mit insgesamt acht Arten auch hier in Deutschland vertreten.


Der wissenschaftliche Name der Spitzmäuse ist "Soricidae". Sie gehören zu den allerkleinsten der Säugetiere.
Ihr Körperbau ist sehr schlank, der Kopf lang gestreckt mit einer spitzigen dünnen Schnauze und winzig kleinen
Augen. Das Fell ist samtartig. Ihr Lebensraum ist weit verbreitet, allerdings bevorzugen sie dichte Wälder und
Gebüsche, aber auch Gärten und Wiesen. Sie lieben in der Regel feuchtere Gegenden (es gibt z.B. auch die
Gattung der Wasserspitzmaus). Wie auch andere Mäuse lieben sie die Dunkelheit. Das ist allerdings auch schon
ziemlich alles was sie mit normalen Mäusen gemeinsam haben: Spitzmäuse gelten als verbissene Kämpfer, die
auch Tiere angreifen die um einiges grösser sind als sie selbst. Einen weiteren Vorteil den die Spitzmaus gegen-
über z.B. Hausmäusen hat, ist der, dass sie kaum gefressen wird! Wenn eine Katze sie fängt, dann wohl eher,
weil sie sie mit einer anderen Maus verwechselt hat. Das liegt wahrscheinlich am starken Moschus-Geruch der
"Soricidae", anscheinend schmecken sie so recht niemandem ;-)  Ganz abgesehen davon gehören sie für normale
Mäuse sogar zu deren Todfeinden: Sie verfolgen diese, plündern ihre Kinderstuben und sind gefürchtete Gegner.

Die Optik ist das Einzige was sie miteinander einigermassen gemeinsam haben. Es gibt weltweit in 20 Gattungen
rund 170 verschiedene Arten von Spitzmäusen, oben angegeben also nur ein Bruchteil davon. Sie fehlen lediglich
in Australien, Ozeanien, Neuguinea und in Südamerika unterhalb des Amazonasgebietes. Ansonsten sind sie im
hohen Norden bis zum Polarkreis ebenso beheimatet wie in den Bergen bis zu 4000 m Höhe. Spitzmäuse ernähren
sich von Insekten, vor allem deren Puppen und Larven, Spinnen, Würmer, Schnecken, Fische, Frösche, Jungvögel
und anderen Kleinsäugetieren. Die Tragezeit beträgt 30 Tage, ein Wurf umfasst meistens 4-6 nackte und blinde
Jungtiere, die nicht mehr als ein (!) Gramm wiegen und deren Haut so dünn ist, dass die inneren Organe durch-
schimmern. Nach 6 Wochen sind sie jedoch bereits selbständig. Ein bis zwei Würfe im Jahr sind die Regel, bei
bei manchen Arten sogar drei bis vier. Interessant ist die "Karawanenbildung" mit der Mama Spitzmaus ihre
Jungen in Sicherheit bringt: Sie ermuntert ein Tier sich bei ihr neben der Schwanzwurzel festzubeissen und die
anderen Baby's tun es dem ersten gleich. So bilden sie eine lange Kette die hinter ihrer Mutter hertrippelt.